Die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums stellt ein wachsendes Problem in Berlin dar. Besonders im Bereich der Eingänge zu S- und U-Bahnhöfen ist eine hohe Konzentration von Zigarettenabfällen zu beobachten. Zahlreiche Raucherinnen und Raucher konsumieren ihre Zigaretten auf dem Weg zum Bahnhof. Das Fehlen geeigneter Entsorgungsmöglichkeiten in Kombination mit dem Zeitdruck vieler Fahrgäste führt zu einer Situation, in der die Entsorgung der Zigarettenreste auf den Boden direkt vor den Bahnhofseingängen zur gängigen Praxis geworden ist. Neben der optischen Beeinträchtigung des Stadtbildes erzeugt diese Verschmutzung auch wirtschaftliche, ökologische und gesundheitliche Nachteile:
Zigarettenstummel zählen zu den am häufigsten vorkommenden Einwegabfällen weltweit und bestehen aus schwer abbaubaren Kunststoffen. Die Filter enthalten zahlreiche Schadstoffe, die bei Regen in den Boden und in das Grundwasser gelangen können. Dadurch entsteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Umwelt und für die Trinkwasserversorgung.
Darüber hinaus stellen achtlos entsorgte Zigarettenreste eine gesundheitliche Gefahr für Kinder und Tiere dar, die diese verschlucken können.
Die regelmäßige Verschmutzung der Eingangsbereiche erfordert zudem einen erhöhten Reinigungsaufwand, was zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand verursacht.
Die derzeitige Ausstattung der S- und U-Bahnzugänge ist daher unzureichend, um die genannten Probleme wirksam zu beheben.
Zur nachhaltigen Verbesserung der Sauberkeit und zur Verringerung der Umweltbelastung fordern die Jungen Liberalen Friedrichshain-Kreuzberg & Neukölln deshalb die flächendeckende Installation von Mülleimern mit integrierten Aschenbechern an sämtlichen Ein- bzw. Ausgängen der Berliner S- und U-Bahnhöfe, inklusive der regelmäßigen Wartung, Leerung und Reinigung.